Endlich ist die Sommerhitze vorüber, die Natur zeigt sich von ihrer bunten Seite und Du kannst wundervolle Spaziergänge mit Deinem Hund genießen. Doch bei all den schönen Seiten des Herbstes gibt es in dieser Jahreszeit auch einiges zu beachten!
Ernährung anpassen
Durch die niedrigeren Temperaturen, aber auch durch den Fellwechsel, kann der Energiebedarf Deines Hundes stark ansteigen. Jetzt ist es besonders wichtig regelmäßig das Gewicht zu kontrollieren, da eine schleichende Abnahme optisch nicht sofort auffällt. Um dem entgegenzuwirken, kannst Du das Futter Deines Hundes mit etwas mehr Fett anreichern: viele Hunde mögen gerne Lachsöl oder Rinderfett.
Bedingt durch den Fellwechsel, aber auch begünstigt durch trockene Heizungsluft kann es außerdem vermehrt zu Juckreiz und Hautproblemen kommen. Für meine Hunde hat sich während dieser Zeit eine mehrwöchige Kur mit Nachtkerzenöl bewährt (mein kleines Wundermittel).

Bekleidung für den Hund
Viele Hunde brauchen nie einen Mantel, denn durch ihr dichtes Fell sind sie bestens gegen Kälte und Nässe geschützt.
Doch Hunde mit kurzem oder weniger dichtem Fell, alte oder sehr junge Hunde, Hunde aus dem südeuropäischen Tierschutz und solche mit Erkrankungen können von einem Hundemantel profitieren. Es gibt unzählige Modelle für jeden Bedarf: Leichte Mäntel, Regenmäntel oder richtig dick gefütterte und wasserabweisende Wintermäntel.
Jetzt ist die richtige Zeit sich auf die Suche nach einem passgenauen Mantel zu machen, bevor es so richtig kalt und ungemütlich wird.
Vorsicht: Vielfraß
Im Herbst findet sich auf den Spaziergängen allerlei essbares, doch nicht alles ist gesund für Deinen Hund. Besondere Vorsicht ist also geboten, wenn der eigene Hund ein kleiner Vielfraß ist.
Giftige Pilze können auch bei Hunden schwere Symptome verursachen, dazu gehören Erbrechen, Durchfall, Abgeschlagenheit oder Krämpfe. Auch vermeintlich harmlose Kastanien oder Walnüsse können dem Hund gefährlich werden. Die kleinen „Bällchen“ können leicht verschluckt werden und zu einem Darmverschluss führen. Außerdem können Walnüsse von einem Schimmelpilz befallen sein, der optisch nicht sichtbar ist, aber schwere Vergiftungen auslösen kann.
Die nasse Jahreszeit beginnt
Im Sommer mussten wir kaum einen Gedanken daran verschwenden, nach dem Spaziergang Pfoten zu säubern oder den Hund abzutrocknen – außer er war gerade baden. Doch nun beginnt langsam aber sicher die nasse und vor allem matschige Jahreszeit.
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Also her mit den super-saugfähigen Handtüchern , Hunde-Bademänteln , Schmutzfangmatten und Waschsaugern !
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Fellwechsel
Im Gegensatz zum Fellwechsel im Frühjahr sollte zum Winter hin nicht zu viel Unterwolle ausgebürstet werden. Statt dem Trimmer eignet sich für die meisten Hunderassen ein Gummistriegel. Der holt lose Unterwolle an die Oberfläche und regt durch die Massage die Durchblutung der Haut an. Mit einem speziellen Fellpflegehandschuh werden die losen Haare dann eingefangen, die den Hund ansonsten pieksen und jucken und die Wohnung verschönern würden. Ein Fellpflege-Öl zwischendurch kann zusätzlich helfen.
Saisonale Erkrankungen
Wenn es draußen kalt wird, steigt auch das Infektionsrisiko – nicht nur für Menschen. Husten, Bronchitis, aber auch Blasenentzündungen und Bindehautentzündungen treten im Herbst und Winter vermehrt auf. Leidet Dein Hund generell unter Gelenkerkrankungen, können sich die Symptome bei nasskaltem Wetter verschlechtern.
Achte auf entsprechende Symptome. Im Zweifel gilt wie immer: Lieber einmal zu viel zum Tierarzt, als zu wenig.
Sicherheit
Je kürzer die Tage werden, umso häufiger musst Du wahrscheinlich mit dem Hund schon in der Dämmerung oder Dunkelheit Gassi gehen. Und an manchen Tagen ist es so bewölkt oder nebelig, dass es gar nicht erst hell wird.
Nicht nur an stark befahrenen Straßen, sondern auch auf Gehwegen, in Wald und Feld solltest Du Dich und Deinen Hund deutlich sichtbar machen für Autofahrer, andere Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer und Jäger.
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Besonders geeignet sind Signalwesten für Menschen und Leuchtwesten für Hunde , Leuchthalsbänder und Blinklichter zum einfachen Anklemmen.
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Zeckenschutz
Wer denkt, im Herbst wäre Schluss mit Zecken, der wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Nach einem sehr heißen und trockenen Sommer kann die Zeckenaktivität im Herbst sogar deutlich ansteigen, weil es dann feuchter und nicht mehr ganz so warm ist.
Zudem bietet das heruntergefallene Laub beste Versteckmöglichkeiten. Die meisten Zecken verkriechen sich erst ab mehrtägig niedrigen Temperaturen von unter 7 Grad, richtig sicher ist es aber nur bei Dauerfrost.
Beschäftigung bei schlechtem Wetter
Bei Herbststürmen und Regen können die Spaziergänge schon mal deutlich kürzer ausfallen. Das ist nicht so schlimm, wenn Du Deinem Hund stattdessen entsprechende Beschäftigung in den eigenen vier Wänden anbietest. Tolle Möglichkeiten sind zum Beispiel:
- Apportier- und Suchspiele
- Neue Tricks lernen: Pfötchen geben, „Männchen“ machen, etwas halten oder umrunden
- Spezielle Intelligenz-Spielzeuge für Hunde
- Den Hund im Haus helfen lassen: Spielzeug in eine Kiste räumen, Taschentuch bringen, Lichtschalter betätigen
Jagdsaison
Im Oktober beginnt die Hauptjagdsaison. In dieser Zeit finden die Bewegungsjagden, auch Treib- oder Drückjagden genannt, statt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an Wald- und Feldbesucher, auf Warnhinweise in den betreffenden Gebieten zu achten. Aber auch außerhalb dieser Jagdbereiche ist vermehrt Wild unterwegs.
Besonders in den ersten Wochen nach der Zeitumstellung solltest Du beim abendlichen Spaziergang aufmerksam sein, damit es nicht zu Problemen kommt.
Mit all diesen Infos steht einem sorgenfreien Herbst nichts mehr im Wege, damit Du noch viele schöne Herbstspaziergänge mit Deinem Hund genießen und reichlich Sonne tanken kannst.

Vielen Dank für die tollen Tipps! Dann kann die bunte Jahreszeit ja kommen 🙂
Beste Grüße,
Mareike & Loki von LokisLife.de
Gerne, wir freuen uns schon darauf
Viele Grüße